„Der Russe ist einer, der Birken liebt“ und mehr in der neuen Scala-Kinowoche

In der Verfilmung von Olga Grjasnowas Roman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ zeichnet Regisseurin Pola Beck das Bild einer jungen, selbstbewussten Frau, die modern und emanzipiert ihren Weg zu gehen ­versucht und trotz all ihres an den Tag gelegten Selbstbewusstseins immer wieder von der eigene Flüchtlingsvergangenheit und der familiären Tragödie eingeholt wird. Feinfühlig und kunstvoll verweben Drehbuchautor Burkhardt Wunderlich und Pola Beck die großen Themen Trauma- und Trauerbewältigung, Flucht vor der eigenen Vergangenheit, Selbstbestimmung und Identitätssuche und zeichnen so das kosmo­politische Leben junger Menschen mit ausländischen Wurzeln nach – ­jenseits der üblichen Rollen­klischees. Am Sonntag stellt Drehbuchautor Burkhardt Wunderlich den Film um 18 Uhr persönlich vor!

Außerdem schildert Hans-Christian Schmid in der Adaption von Johann Scheerers autobiografischen Roman „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ die Geschichte der Entführung von Jan Philipp Reemtsma erstmals aus der Sicht der Angehörigen.

Am Donnerstag läuft um 19:30 Uhr in Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst Erec Brehmers Dokumentarfilm „Wer wir gewesen sein werden“, der nicht nur die Trauerbewältigung von Angehörigen schwerstkranker Menschen auf ihrem letzten Lebensweg authentisch einfängt, sondern auch eine sinnliche Aufforderung an das Leben darstellt.

Was sonst noch im Scala-Programmkino geboten wird, erfahrt ihr hier: https://yb-bt.de/u/kDNur2UqIssL